Arzneimittel zeitgenau einnehmen


Abstand zu Mahlzeiten beachten!
Arzneimittel zeitgenau einnehmen

Wie so oft im Leben kommt es bei der Arzneimitteleinnahme auf den richtigen Zeitpunkt an. Stimmt das Timing nicht, bleibt mitunter der gewünschte Effekt aus. Insbesondere Abstand zu den Mahlzeiten entscheidet über die Wirkung.

Einnahme zur Mahlzeit

„Einige Arzneistoffe werden besser vom Körper aufgenommen, wenn Sie sie mit Nahrung einnehmen“, erklärt Dr. Volker Schmitt, Pressesprecher der Apotheker in Bayern. Hierzu zählen das Pilzmittel Itraconazol oder der Betablocker Bisoprolol. Es gibt noch ein weiteres Argument, Arznei zu den Mahlzeiten einzunehmen: „Manche Arzneimittel sollten auf keinen Fall nüchtern eingenommen werden, weil sie sonst weniger verträglich sind und die Schleimhäute angreifen.“ Dies betrifft Schmerzmittel wie Acetylsalicylsäure (Aspirin®), Diclofenac und Ibuprofen sowie Glucocorticoide, die unter anderem bei der Rheumatherapie zum Einsatz kommen. 

Einnahme vor der Mahlzeit

Für bestimmte Arzneimittel liegt der ideale Einnahmezeitpunkt eine halbe Stunde vor dem Essen. Das gilt zum Beispiel für das Schnupfenmittel Sinupret® und das gegen Übelkeit wirksame Metoclopramid. Dr. Schmitt rät, die Medikamente mit einem großen Glas Wasser einzunehmen. „Milch, Kaffee, Tee und Obstsäfte eignen sich nicht. Sie neigen zu Wechselwirkungen mit einigen Wirkstoffen oder Arzneiformen.“

Einnahme auf nüchternen Magen

„Bei anderen Wirkstoffen sollte ein zeitlicher Abstand eingehalten werden“, betont Dr. Schmitt. Das bedeutet, vor und nach der Einnahme darf zwei Stunden nichts gegessen werden. Beispiele sind die Antibiotika Fosfomycin und Penicillin oder das Beruhigungsmittel Medazepam. 

Arzneimittel mit besonderem Timing

Kriterien für den richtigen Zeitpunkt gibt es viele. Gluccocorticoide verträgt der Körper am besten zwischen sechs und acht Uhr morgens. Die Pille und der Blutgerinnungshemmer Marcumar werden zum exakt gleichen Zeitpunkt eingenommen. Bei Antibiotika sind strenge Einnahmeabstände einzuhalten – sonst drohen Resistenzen.

Quelle: Bayerische Landesapothekerkammer

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