Früherkennung ist Trumpf


Neugeborenenscreening wird erweitert
Neugeborenenscreening Bluttests
mauritius images / BSIP / Jessica Bordeau

Das Neugeborenen-Screening ist seit Jahrzehnten etabliert. Dabei werden Neugeborene unter anderem auf seltene Stoffwechselkrankheiten getestet. Nun wird das Screening erweitert.

Schnelle Erkennung, schnelle Behandlung

Viele Stoffwechselkrankheiten bleiben beim Neugeborenen erst einmal unbemerkt. Oft treten erste Symptome erst nach Wochen oder Monaten auf. Bis dahin können aber schon schwere und dauerhafte Schäden eingetreten sein. Deshalb gibt es das Neugeborenen-Screening: Neugeborene werden dort auf verschiedene Stoffwechselkrankheiten untersucht. Wird eine Erkrankung festgestellt, dann kann das Neugeborene schnell behandelt werden. Oft können Spätschäden auf diese Weise vermieden oder deutlich verzögert werden.

Ein Pieks für viele Informationen

So funktioniert das Screening: Am zweiten oder dritten Lebenstag wird dem Neugeborenen etwas Blut aus der Ferse abgenommen. Dieses Blut wird auf etwa 20 verschiedene Stoffwechselkrankheiten untersucht. Zum Mai 2026 sind vier weitere Erkrankungen hinzugekommen: Der Vitamin-B12-Mangel, die Homocystinurie, die Propionazidämie und die Methylmalonazurie. Doch was passiert bei diesen Erkrankungen?

Erkrankung erkannt, Therapie folgt

Ein Vitamin-B12-Mangel kann eine Blutarmut oder Entwicklungsverzögerungen verursachen. Ein Mangel ist leicht auszugleichen, indem das Neugeborene Vitamin B12 bekommt. Bei der Homocystinurie reichert Homocystein im Blut an, weil ein Stoffwechselschritt beim Proteinabbau gestört ist. Neben Krampfanfällen können dann auch Seh- und Entwicklungsstörungen auftreten. Diese Erkrankung wird mit Betain, Vitaminen und einer proteinarmen Ernährung therapiert. Auch bei der Propionazidämie und Methylmalonazurie reichern sich bestimmte Stoffe im Körper an, neben Entwicklungsstörungen und neurologischen Symptomen können hier auch Organe wie Herz und Nieren betroffen sein. Beide Erkrankungen werden mit speziellen Diäten behandelt.

Quelle: Kinderärzte im Netz

News

Schwangerschaft verändert die Augen
Schwangerschaft verändert die Augen

Trockene Augen, Kurzsichtigkeit

Unscharfes Sehen, trockene Augen oder plötzlich schlecht sitzende Kontaktlinsen: Eine Schwangerschaft kann auch die Augen verändern. Bestimmte Sehstörungen sollten werdende Mütter jernst nehmen und ärztlich abklären lassen.   mehr

Vitamin D senkt Krebssterberate
Vitamin D senkt Krebssterberate

Nicht nur Knochenschutz

Vitamin D schützt nicht nur vor Osteoporose. Es verhindert auch Krebstodesfälle. Wieviele das bei einer Anreicherung von Lebensmitteln mit Vitamin D wären, hat das Deutsche Krebsforschungszentrum vorgerechnet.   mehr

Befreiung von der Rezeptgebühr
Ein Medikament wird in der Apotheke eingescannt. In der Regel muss eine Rezeptgebühr bezahlt werden.

Bei Krankenkassen beantragen

Für Patient*innen mit häufigen Verschreibungen bedeuten die jährlichen Rezeptgebühren eine erhebliche finanzielle Belastung. Abhilfe verspricht eine Zuzahlungsbefreiung von der Krankenkasse. Doch welche Voraussetzungen sind für eine Befreiung notwendig?   mehr

Statine zur Vorbeugung
Statine zur Vorbeugung

Im Alter keine Vorteile

Statine senken den Cholesterinspiegel und beugen so Herzinfarkten und Schlaganfällen vor. Viele Menschen nehmen sie über Jahre ein. Doch macht die Einnahme auch im höheren Alter immer Sinn?   mehr

Erkältungssäfte sicher anwenden
Erkältungssäfte sicher anwenden

Vergiftungsgefahr für Kleinkinder

Pseudoephedrin ist hilfreich bei Erkältungen, kann aber bei falscher Anwendung Vergiftungen verursachen. Eine Auswertung deutscher Giftinformationszentren zeigt: Besonders häufig betroffen sind Kinder unter sechs Jahren.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Neue Universitäts-Apotheke zum Schwan
Inhaber Frank Riedel
Telefon 06421/2 20 66
Fax 06421/2 71 59
E-Mail info@schwan-apotheke-marburg.de