Krebs durch ungesunden Lebensstil


Übergewicht und falsche Ernährung
Krebs durch ungesunden Lebensstil
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Krebs ist in Deutschland die zweit häufigste Todesursache – nur an Herz-Kreislauf-Erkrankungen sterben mehr Menschen. Viele dieser Krebserkrankungen ließen sich durch eine gesündere Ernährungsweise verhindern.

Innere und äußere Faktoren

Bei Krebs verlieren die Körperzellen die Kontrolle über ihr Wachstum und ihre Teilung. Grund dafür sind meist Veränderungen im Erbgut. Neben der inneren Veranlagung spielen auch äußerliche Einflüsse eine wichtige Rolle. So können UV-Strahlen Hautkrebs auslösen und das Einatmen chemischer Stoffe zu Lungenkrebs führen.

Einen besonders großen Einfluss auf die Entstehung von Krebs hat offenbar unser Lebensstil. Wissenschaftler*innen haben herausgefunden, dass knapp ein Fünftel der Krebsfälle in Deutschland durch Übergewicht und eine ungünstige Ernährung verursacht wird.

Wichtigster Faktor ist Übergewicht

Übergewicht schlägt dabei besonders zu Buche. Etwa 7% aller neuen Krebserkrankungen in Deutschland resultieren daraus. Ein Drittel der Endometriumkarzinome sowie jeweils ein Viertel der Leber- und Nierenkrebserkrankungen sollen durch Übergewicht und Adipositas ausgelöst werden.

Auf Alkohol lassen sich in Deutschland gut 2 % der Krebsfälle bei Männern und 0,7% bei Frauen zurückführen. Der höhere Anteil bei Männern ist mit ihrem höheren Alkoholkonsum zu erklären. Alkohol begünstigt vor allem Tumoren des Mund- und Rachenraums, Speiseröhrenkrebs, Dickdarmkrebs, Leberkrebs und Kehlkopfkrebs. Auch beim Brustkrebs der Frauen ist Alkohol beteiligt.

Magenkrebs durch zuviel Salz

Rotes und verarbeitetes Fleisch scheinen das Krebsrisiko ebenfalls zu erhöhen. Etwa 2,4 % der Krebsfälle sollen darauf zurückgehen, insbesondere jede zehnte Darmkrebserkrankung. Für Magenkrebs gilt wiederum Salz als Risikofaktor: In Deutschland führt man gut 8% aller Magenkrebsfälle auf einen überhöhten Salzkonsum zurück.

Milch hingegen hat widersprüchliche Effekte. Ein hoher Konsum von Milch und Milchprodukten soll zwar einen gewissen Schutz vor Darmkrebs ausüben – zugleich aber auch das Risiko für Prostatakrebs steigern.

Rotes Fleisch und Salz beschränken

Wie schützt man sich nun am besten vor Krebs, der durch Ernährung und Übergewicht begünstigt wird? Das Wichtigste ist ein gesundes Körpergewicht, d. h. ein BMI von 19 bis 25, sagen die Wissenschaftler*innen. Übergewichtige und Adipöse sollten deshalb versuchen, abzuspecken.

Auch die übrigen Empfehlungen sind eigentlich einfach: Möglichst keinen Alkohol trinken, wenig rotes und verarbeitetes Fleisch essen (laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung nicht mehr als 300 g Fleisch oder Wurst pro Woche) und die Salzzufuhr auf maximal 6 g Speisesalz (etwa 1 Teelöffel) pro Tag begrenzen.

Quelle: Springer Medizin

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