Zäpfchen richtig anwenden


Alternative zu normalen Tabletten
Zäpfchen richtig anwenden
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Nicht nur bei Kindern ist die Anwendung von rektalen Zäpfchen oft sinnvoll. Leiden Erwachsene etwa an starkem Brechdurchfall, bleiben normale Tabletten nicht lang genug im Magen-Darm-Trakt, um zu wirken.

Tipps für ein leichteres Einführen

Meist bereitet das Einführen der glatten, torpedoförmigen Zäpfchen nur wenig Probleme. Vor dem Einführen sollten die Hände gut gewaschen und ein Handschuh oder Fingerling übergezogen werden. Außerdem wird das Zäpfchen am besten dann verabreicht, wenn der Darm leer ist. Einige Patient*innen verspüren nach dem Einführen sonst einen Darmentleerungsreiz. Dieser sollte auf jeden Fall unterdrückt werden, da das Zäpfchen mindestens 20 Minuten an Ort und Stelle verbleiben muss. So funktioniert das Einführen am besten:

  • Zäpfchen mit der Spitze nach vorne einführen
  • Auf die linke Seite legen, das rechte Bein anwinkeln
  • Beim Einführen durch den Mund einatmen – dann entspannt sich die Darmmuskulatur
  • Falls nötig, Zäpfchen besser gleitfähig machen: wasserlösliche Zäpfchen leicht mit Wasser befeuchten, fetthaltige Zäpfchen in der Hand anwärmen
  • Keine Cremes oder Öle verwenden, da sonst die Inhaltsstoffe nicht richtig freigesetzt werden

Falls das Zäpfchen nicht im Darm verbleibt, hilft es manchmal, dieses mit dem stumpfen Ende nach vorne einzuführen. Ein Zerteilen des Zäpfchens ist zwar prinzipiell möglich, führt aber meist dazu, dass es in eine ungünstigere Form zerfällt und noch schwerer zu handhaben ist. Um genau zu dosieren, sollte das Zäpfchen aber auf jeden Fall längs statt quer geteilt werden.

Nicht zu warm lagern

Während wasserhaltige Zäpfchen auch bei hohen Temperaturen gelagert werden können, sollte bei fetthaltigen Präparaten eine Temperatur von 25 Grad nicht überschritten werden, da diese sonst schon in der Packung schmelzen. Solche Zäpfchen sind zum Beispiel bei Reisen in heiße Länder eher ungeeignet.

Quelle: Deutsche Apotheker Zeitung, Nr. 51, 20.12.2018

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