Kluge Gehirne sind besser vernetzt


Wichtiges vom Unwichtigen trennen
Kluge Gehirne sind besser vernetzt

Intelligente Menschen sind offenbar besonders gut darin, bedeutsame Informationen schnell zu verarbeiten und gleichzeitig unwichtige Reize auszublenden. Das zeigt eine neue Hirnstudie.

Einzelne Hirnareale sind unwichtiger als deren Vernetzung untereinander

Kaum eine persönliche Eigenschaft ist so entscheidend für den Erfolg im Leben wie die Intelligenz. Doch was unterscheidet besonders intelligente von weniger intelligenten Menschen? Ein Forscherteam der Goethe-Universität Frankfurt meint: Intelligent ist, wer wichtige Informationen besonders schnell und effizient verarbeitet und sich dabei nicht von unwichtigen Informationen stören lässt.Während bisherige Forschungsansätze Intelligenz-Unterschiede mit Unterschieden in einzelnen Hirnregionen erklärten, gehen die Frankfurter Forscher davon aus, dass die Vernetzung verschiedener Hirnregionen entscheidender ist. In ihrer Studie zeigten sie, dass bei intelligenten Menschen bestimmte Hirnregionen besonders eng vernetzt sind und dadurch schneller und effizienter untereinander kommunizieren. Gleichzeitig sind andere Regionen stark von diesen Netzwerken abgekoppelt – wodurch sie deren Kommunikation nicht durch irrelevante Informationen stören.

Netzwerke im Gehirn lassen sich formen und neu bilden

Das heißt aber keineswegs, dass Intelligenz in Stein gemeißelt ist. Studienleiterin Ulrike Basten betont, dass sich Netzwerke auch formen und neu bilden lassen: „Es ist möglich, dass manche Menschen aufgrund einer biologischen Veranlagung Hirnnetzwerke ausbilden, die intelligente Leistungen wahrscheinlicher machen. Genauso gut kann sich aber umgekehrt der häufigere Gebrauch des Gehirns für intelligentere Leistungen positiv auf die Ausformung der Netzwerke im Gehirn auswirken. Bei allem, was wir über den Einfluss von Anlage und Umwelt auf die Intelligenz wissen, erscheint ein Wechselspiel beider Prozesse am wahrscheinlichsten.“

Quelle: Goethe-Universität Frankfurt

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