Grippe: Wem nützt eine Impfung?


Ältere Menschen besonders gefährdet
Grippe: Wem nützt eine Impfung?

Die meisten Grippe-Infektionen ereignen sich jedes Jahr zwischen Dezember und April – für eine Impfung ist es also noch nicht zu spät. Für wen sich die Immunisierung besonders lohnt.

Die Grippewelle 2016/17 war eine besonders schwere: 114.000 Fälle wurden bundesweit gemeldet, 723 Menschen starben nachweislich an Influenzaviren. Betroffen sind vor allem Senioren – doch trotz ihres hohen Erkrankungsrisikos lässt sich gerade einmal jeder dritte gegen Grippe impfen.

Älteren und chronisch Kranken droht Superinfektion

Die Ständige Impfkommission am Robert Koch-Institut empfiehlt die Grippe-Impfung folgenden Menschen:

  • Personen über 60 Jahren
  • Schwangeren
  • chronisch Erkrankten
  • medizinischem und pflegerischem Personal.

Älteren Personen sowie Patienten mit chronischen Erkrankungen wie Diabetes mellitus oder Niereninsuffizienz droht aufgrund ihres geschwächten Immunsystems eine Superinfektion: Dann gesellen sich zu den Influenzaviren noch weitere Erreger, die zum Beispiel eine lebensgefährliche Lungenentzündung hervorrufen können. Auch das Risiko, einen Herzinfarkt zu erleiden, steigt im Rahmen einer Grippe-Erkrankung deutlich an.
Ärzte und Pflegende haben häufig mit älteren und kranken Menschen zu tun und daher zum einen ein erhöhtes Erkrankungsrisiko; zum anderen riskieren sie ohne Impfung, ihre Patienten anzustecken.

Was tun, um eine Grippe-Erkrankung zu verhindern?

Eine Grippeimpfung mildert zwar den Verlauf der Erkrankung ab. Noch besser ist es aber, sich gar nicht erst anzustecken. Besonders gefährdete Personen sollten geschlossene, überfüllte Räume vermeiden, um eine Übertragung der Viren über Tröpfchen in der Luft – zum Beispiel durch Husten oder Niesen – zu verhindern. Daneben senkt regelmäßiges Händewaschen das Ansteckungsrisiko. Ein Händedesinfektionsmittel für die Handtasche lohnt sich und ist in jeder Apotheke erhältlich. Nicht zuletzt sollten Urlauber sich vorab informieren, wann in ihrem Reiseziel Grippe-Hochsaison ist.

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Geriatrie

News

Wie Babys sicher schlafen
Wie Babys sicher schlafen

Auch im Krankheitsfall

Wie schläft ein Baby am sichersten? Zur Vorbeugung des Plötzlichen Kindstodes (SIDS) gibt es dazu lang etablierte Regeln. Nur halten sich die Eltern nicht in jedem Fall daran, wie eine neue Studie zeigt.   mehr

Peptide zum Selbstspritzen
Peptide zum Selbstspritzen

Gefährlicher Trend

Peptide sind in den sozialen Medien der letzte Schrei. Sie werden mit Insulinspritzen unter die Haut injiziert und sollen wahre Wunder vollbringen. Die angepriesenen Wirkungen reichen vom Muskelaufbau bis zur mentalen Leistungssteigerung. Ein riskanter Trend.   mehr

Lungenkrebsscreening für Rauchende
Lungenkrebsscreening für Rauchende

Soll im April losgehen

Je eher man eine Krebserkrankung erkennt, desto besser kann man sie behandeln. Das gilt auch für den Lungenkrebs. Bisher gab es in Deutschland kein Lungenkrebs-Screening auf Kassenleistung. Das wird ab April 2026 endlich anders – zumindest für bestimmte Risikogruppen.   mehr

Schwangere sollten Jod einnehmen
Schwangere Frau bei der TAbeltteneinnahme. Jod ist einer der Mineralstoffe, die in der Schwangerschaft unbedingt ausreichend zu Verfügung stehen sollten.

Schon vor der Empfängnis starten

Schwangere brauchen vermehrt Jod – und das am besten schon vor der Empfängnis. Jodreiche Ernährung reicht für die Versorgung meist nicht aus. Expert*innen empfehlen deshalb, das Spurenelement in Form von Tabletten einzunehmen.   mehr

Zu müde für Sport?
Zu müde für Sport?

Aktiver mit Kaffee und Tee

Eine Tasse Tee oder Kaffee pro Tag verhilft Frauen zu einem aktiveren Lebensstil mit mehr sportlicher Bewegung. Australische Forscher führen dies auf den anregenden Effekt des Koffeins zurück.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Neue Universitäts-Apotheke zum Schwan
Inhaber Frank Riedel
Telefon 06421/2 20 66
Fax 06421/2 71 59
E-Mail info@schwan-apotheke-marburg.de