Verletzungen bei Kindern


ABC der Wundversorgung
Verletzungen bei Kindern

In den Sommerferien haben Kinder Gelegenheit, nach Herzenslust zu spielen und zu toben. Leider häufen sich gerade in dieser Zeit die Verletzungen. Gut, wenn die Eltern mit den Grundlagen der Wundversorgung vertraut sind.

Wundversorgung bei offenen Verletzungen

„Eine wichtige Voraussetzung bei jeder Art von Verletzung ist die Hygiene“, betont Dr. Volker Schmitt, Sprecher der Apotheker in Bayern „Nur unter möglichst keimfreien Bedingungen haben Bakterien und andere Krankheitserreger keine Chance, durch die Wunde in den Körper zu gelangen und für Entzündungen zu sorgen“, erklärt der Experte. Offene Wunden rät er zuerst zu reinigen und anschließend zu desinfizieren. Zur hygienischen Wundversorgung eignen sich zum Beispiel sterile Einmalkompressen und ein kindgerechter Wundspray auf Octenidin-Basis. Mit sauberen Fingern aufgebrachte Panthenolcremes oder Wundgele beschleunigen die Heilung; Pflaster und Wundverband halten Schmutz und Bakterien von der verletzten Stelle fern.

Kühlung bei Prellungen und Verbrennungen

Verbrennungen sind unter fließenden, kalten Wasser zu kühlen. Ein Octenidinspray und ein silberbeschichtetes Pflaster sorgen für hygienische Wundverhältnisse. Gegen Prellungen hilft eine Kühlkompresse frisch aus dem Kühlschrank. „Die Kühlelemente dürfen dabei aber nicht direkt auf die Haut gelegt werden, da es sonst leicht zu Erfrierungen kommen kann“, warnt Dr. Schmitt. Anschließend empfiehlt es sich, den geprellten Körperteil hoch zu lagern und zum Beispiel durch eine Armbinde ruhig zu stellen.

Vor Wundstarrkrampf schützt eine Tetanusimpfung

Den Eltern rät Dr. Schmitt, ihren Nachwuchs bereits im Vorfeld gegen Tetanus impfen zu lassen. „Eine Tetanusimpfung kann lebensrettend sein, deshalb sollten alle Kinder gegen Tetanus geimpft sein“ mahnt er. Wer zweifelt, ob der Impfschutz seines Kindes noch aktiv ist, lässt dessen Impfpass von Arzt oder Apotheker überprüfen. Kommt es bei fehlendem Tetanusschutz zu einer Verletzung, ist sicherheitshalber ein Arzt zu Rate zu ziehen.

Ab wann zum Arzt?

„Generell gehören großflächige Verletzungen, tiefe und stark blutende Wunden sowie starke Prellungen und große Blutergüsse in ärztliche Behandlung“, betont Dr. Schmitt. Auch großflächige Verbrennungen, Brandblasen, starke Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Kopfverletzungen und Bisswunden sind ein Fall für den Doktor.

News

Migräne erhöht Glaukomrisiko

Junge rothaarige Frau bekommt den Augeninnendruck gemessen.

Augen kontrollieren lassen!

Menschen mit Migräne sollten regelmäßig ihre Augen kontrollieren lassen. Denn die Erkrankung macht nicht nur Kopfschmerzen, sie erhöht auch das Risiko für ein Glaukom, d.h. einen grünen Star.   mehr

Kortison in der Selbstmedikation
Person gibt Kortisonsalbe aus einer Tube auf den Finger.

Keine Angst vor Nebenwirkungen

Bei der Anwendung von Kortison fürchten viele Anwender*innen Nebenwirkungen. Ob die Sorge bei der Selbstmedikation berechtigt ist, erklärt die Apothekerkammer Niedersachsen.   mehr

Adipositas: Risiko für Hautkrankheiten
Adipositas: Risiko für Hautkrankheiten

Schuppenflechte & Akne inversa

Ein Viertel aller Deutschen hat starkes Übergewicht (Adipositas). Das erhöht nicht nur das Risiko für Herzkreislauf-Erkrankungen und Diabetes, sondern belastet scheinbar auch die Haut.   mehr

Jetzt Reiseimpfung planen!
Jetzt Reiseimpfung planen!

Wenn im Sommer die Ferne lockt

Reisen steht wieder hoch im Kurs, und viele wollen in exotische Gefilde. Doch vor allem in den Tropen drohen gefährliche Infektionskrankheiten. Wer im Sommer dorthin möchte, sollte sich jetzt zu den nötigen Impfungen beraten lassen.   mehr

App hilft Frauen mit Harninkontinenz
App hilft Frauen mit Harninkontinenz

Jede Vierte wieder „trocken“

Mit einer Harninkontinenz zu leben ist alles andere als angenehm, denn die Behandlung gestaltet sich oft schwierig. Doch jetzt gibt es digitale Hilfe: Ein Therapieprogramm per App besserte die Beschwerden betroffener Frauen ganz erheblich.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen

Beratungsclips

Antibiotikumsaft mit Löffel

Antibiotikumsaft mit Löffel

Dieses Video zeigt Ihnen kurz und verständlich, wie Sie einen Antibiotikumsaft mit einem Dosierlöffel richtig einnehmen. Der Clip ist mit Untertiteln in Russisch, Türkisch, Arabisch, Englisch und Deutsch verfügbar.

Wir bieten Ihnen viele unterschiedliche Beratungsclips zu erklärungsbedürftigen Medikamenten an. Klicken Sie einmal rein!

Neue Universitäts-Apotheke zum Schwan
Inhaber Frank Riedel
Telefon 06421/2 20 66
Fax 06421/2 71 59
E-Mail info@schwan-apotheke-marburg.de