Verdauungsprobleme selbst angehen?


Experten sehen Beratungsbedarf
Verdauungsprobleme selbst angehen?

Verdauungsprobleme sind lästig aber alltäglich. Zum Glück kennt fast jeder ein geeignetes Hausmittel oder rezeptfreies Medikament. Aber nicht jede Erkrankung lässt sich einfach selbst behandeln. In einigen Fällen besteht Beratungsbedarf.

Was tun bei Magenschmerzen und Co.? Das forsa Meinungsforschungsinstitut befragte rund 3. 200 Über-18-Jährige zu diesem Thema. Dabei kam es zu folgendem Ergebnis: Bei Sodbrennen greift jeder Dritte zu einem rezeptfreien Medikament aus der Apotheke. Bei Durchfall und Magenschmerzen wartet die große Mehrheit ab oder vertraut auf Hausmittel. Nur jeder Vierte holt sich gegen diese Beschwerden Hilfe aus der Apotheke. Bei Verstopfung wiederum tendieren hauptsächlich ältere Personen zu rezeptfreien Medikamenten.

Nicht alle Verdauungsprobleme lassen sich selbst behandeln

„Nicht jede Erkrankung ist für die Selbstmedikation geeignet,“ gibt Friedemann Schmidt, Präsident der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA) zu bedenken. „Deshalb kommt der unabhängigen und individuellen Beratung der Apothekerin oder des Apothekers ein besonderer Stellenwert zu.“ Beim Beratungsgespräch erfährt der Kunde, welches Medikament für ihn das geeignetste ist und ob er zusätzlich einen Arzt  aufsuchen sollte.

Orientierungshilfe bei Sodbrennen

Unter dem Begriff Sodbrennen verstehen Mediziner ein brennendes, drückendes Gefühl hinter dem Brustbein. Am besten helfen Protonenpumpenblocker, Kautabletten oder Gele aus Schichtsilikaten. Ein Arztbesuch wird erforderlich, wenn Schluckbeschwerden hinzukommen, das Sodbrennen mehr als dreimal wöchentlich auftritt oder sich die Schmerzen in die Brustregion ausweiten.

Orientierungshilfe bei Durchfall

Beim Durchfall kommt es an einem Tag zu mehr als drei ungeformten, weichen Stühlen. Abhilfe schaffen Präparate mit Gerbstoffen, Aktivkohle oder Pektin. Ist sofortige Besserung gefragt, empfiehlt sich der Wirkstoff Loperamid. Bei Austrocknungserscheinungen, Kreislaufkollaps, fiebrigem, blutigem oder eitrigem Durchfall sowie nach Tropenreisen ist ein Arzt hinzuzuziehen.

Orientierungshilfe bei Verstopfung

Bei einer Verstopfung treten weniger als drei Stühle pro Woche auf. Meist helfen große Trinkmengen, ausreichend Bewegung und eine ballastostoffreiche Ernähung. Als milde Therapie empfehlen sich Milchzucker-, Macrogol und Flohsamenpräparate. Für den kurzfristigen Gebrauch sind Natriumpicosulfat und Bisacodyl bestimmt. Schnelle Linderung verschaffen Zäpfchen. Anhaltende Beschwerden über mehrere Wochen hinweg gehören in ärztliche Behandlung.

News

Sicher plantschen im Garten-Pool
Kleines Mädchen steht am Rand eines Gartenpools und patscht aufs Wasser.  Kleinkinder sollten in der Nähe vor Gartenpools immer beausichtigt werden.

Damit kein Unglück passiert

Planschbecken und Framepools sprießen jetzt im Sommer wie Pilze aus dem Boden. Klar, was gibt es für Kinder Schöneres, als im eigenen Garten im Wasser zu plantschen? Damit kein Unglück passiert, sollten Eltern jedoch einige Sicherheitsaspekte beachten.   mehr

Arzneimittelnebenwirkungen melden
Arzneimittelnebenwirkungen melden

Jeder darf mitmachen!

Die Arzneimittelbehörden und Pharmaindustrie arbeiten ständig daran, Medikamente sicherer zu machen. Doch dafür brauchen sie die Hilfe von Anwender*innen, die Nebenwirkungen melden.   mehr

Rückenschmerzen: Was hilft wirklich?
Rückenschmerzen: Was hilft wirklich?

Oft nur kurzfristige Linderung

Ob Akupunktur, Massagen oder Bewegung - es gibt viele Strategien, die Rückenschmerzen lindern. Aber leider halten viele Effekte scheinbar nur kurzfristig an.   mehr

Kein Magenkrebs durch Langzeit-PPI
Kein Magenkrebs durch Langzeit-PPI

Entwarnung beim Magenschutz

Lange galt die Sorge, dass eine dauerhafte Behandlung mit Protonenpumpenhemmern (PPI) das Risiko für Magenkrebs erhöhen könnte. Eine große aktuelle Studie gibt nun Entwarnung.   mehr

Magen-Darm-Infekt vom Küchenschwamm
Magen-Darm-Infekt vom Küchenschwamm

Gefährliche Keimschleuder

Ein Küchenschwamm kann sauber aussehen und trotzdem Millionen Bakterien beherbergen. Damit über die Arbeitsflächen keine Krankheitserreger auf Speisen übertragen werden, sollte man ein paar Hygieneregeln beachten.   mehr

Alle Neuigkeiten anzeigen
Neue Universitäts-Apotheke zum Schwan
Inhaber Frank Riedel
Telefon 06421/2 20 66
Fax 06421/2 71 59
E-Mail info@schwan-apotheke-marburg.de